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Natürlich

gesunde

Gefäße

Mit Dozentin Dr. Petra Dick
Internistin und Gefäßmedizinerin

Häufig gestellte Fragen……

Ich leide an der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit. Mir wurde ein Gehtraining empfohlen, weil ich noch keine Schmerzen in Ruhe habe, wie der Arzt mir sagte. Kann mich das vor einer Operation bewahren?

Die periphere arterielle Verschlußkrankheit ist eine Durchblutungsstörung. Sie entsteht durch Verschlüsse und Verengungen in den großen Beinschlagadern. Aufgrund der schlechten Durchblutung der Beinmuskulatur kommt es beim Gehen zu starken Krämpfen und Schmerzen in den Beinen. Da die Menschen schon nach kurzer Gehstrecke aufgrund dieser starken Schmerzen immer wieder stehenbleiben müssen, ist sie auch unter dem Namen `Schaufensterkrankheit` bekannt. Das Ziel des Gefäßtrainings ist es die Durchblutung der Beine wieder zu verbessern. Dazu soll der Patient in der Ebene in seinem gewohnten Tempo gehen bis die Beinschmerzen stark spürbar sind, dann kurz stehenbleiben bis der Schmerz wieder komplett nachläßt, und anschließend wieder weitergehen.  

Ich habe das Gefühl, ich vertrage die Statinmedikamente überhaupt nicht, so habe ich auf einmal Muskelschmerzen. Gibt es natürliche Alternativen?

Unter natürlichen Cholesterinsenkern versteht man hochdosierte pflanzliche Medikamente. Das Bekannteste ist das rote Reis Extrakt, auch Rotschimmelreis genannt. Es entsteht aus gekochtem weissem Reis der mit Schimmelpilzstämmen fermentiert wird. In der Folge bilden sich Stoffe die den Reis intensiv rot färben. In China wird dieser Reis schon lange zum Färben von Lebensmitteln und als Geschmacksverstärker verwendet. Allerdings enthält dieser Reis auch eine Substanz, die im Körper die Bildung von Cholesterin behindert. Diese Substanz sieht nicht nur genau so aus, sondern sie wirkt auch genau so wie ein pharmazeutischer Cholesterinsenker (ein Statin). Leider sind auch die Nebenwirkungen dieselben wie sie bei der Einnahme von pharmazeutischen Cholesterinsenkern auftreten,  wie Kopfschmerzen, Durchfall, Übelkeit, Hautausschläge, Muskelschmerzen, Schädigung der Skelettmuskulatur und Störungen der Nieren- und Leberfunktion. Zudem kommt es häufig zu Verunreinigungen der Präparate und stark schwankenden Wirkstoffmengen.  

 

Wie kann ich einen erhöhten Cholesterinwert auf natürliche Art senken? Wasser trinken? Täglich sportliche Bewegung? Lebensmittel?

Unabhängig davon wie hoch ihr Cholesterinspiegel ist oder ob Sie bereits Medikamente einnehmen ist es wichtig und sinnvoll die gewohnte Lebens- und Ernährungsweise zu überdenken. Regelmäßige Bewegung hat zwar einen positiven Einfluß auf die Cholesterinwerte, allerdings kann damit alleine keine maßgebliche Cholesterin-Senkung erreicht werden. Auch die Einführung bestimmter Tees oder Lebensmittel bei insgesamt gleichbleibenden Ernährungsgewohnheiten, oder vermehrtes Trinken von Wasser haben keinen relevanten Einfluß auf den Cholesterinspiegel.

Bei nur leicht erhöhten Cholesterinwerten kann oft schon durch eine Minimierung aller Nahrungsfette eine ausreichende Senkung erzielt werden. Bei stärker erhöhten Werten oder länger andauernder Erkrankung ist eine Ernährungsumstellung alleine oft nicht ausreichend.

 

 

Dieser immer wiederkehrende Schmerzreiz regt die Beinmuskeln dazu an neue Blutgefäße auszubilden und kleinere Gefäße zu kräftigen und damit die Engstellen in den Hauptgefäßen durch andere Gefäße zu überbrücken. Der Körper ist sozusagen selbst in der Lage eigene Umgehungs-Gefäße auszubilden. Die Voraussetzung dafür ist eine konsequente tägliche Durchführung des Trainings über zumindest 30 Minuten. Den Trainingserfolg kann jeder Patient ganz einfach selbst beobachten. Es kommt zu einer stetigen Verlängerung der schmerzfreien Gehstrecke als Folge der verbesserten Durchblutung. Durch regelmäßiges Training können Sie als Patient sogar völlige Schmerzfreiheit erreichen und eine Gefäßoperation mit allen damit verbundenen Risiken vermeiden

Gesünder für den gesamten Organismus und die Natürlichste aller Alternativen ist eine konsequente kontrollierte Ernährungsumstellung hin zu einem hohen Anteil an Obst, Gemüse und grünem Blattgemüse. Auch spezielle Mikronährstoffe können im Einzelfall sinnvoll sein um den Cholesterinstoffwechsel auszubalancieren. Damit erreicht man auf lange Sicht nicht nur verbesserte Cholesterinwerte, sondern wird mit einer Gewichtsreduktion, einer verbesserten Stoffwechselleistung und einem geringeren Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen belohnt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Da erhöhte Cholesterinwerte nicht ausschließlich Ausdruck einer erhöhten Cholesterinaufnahme über die Nahrung sind, sondern häufig die Ausscheidung über die Leber behindert ist, ist eine ergänzende Diagnostik und anschließende gezielte Therapie sinnvoll.                                                                                                     Zu beachten ist auch, dass eine natürliche Cholesterinsenkung nicht in wenigen Wochen möglich ist, sondern mit einem Zeitraum von zumindest 6 Monaten gerechnet werden muss.

Insgesamt ist eine Senkung des Cholesterinspiegels ohne Medikamente sehr wohl möglich. Die Voraussetzung dafür ist aber immer die Bereitschaft für tiefergehende Veränderungen der Lebens- und Ernährungsweise. 

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